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Werkschutz · bayernweit

Werkschutz

Werkschutz unterscheidet sich vom Objektschutz nicht durch die Uniform, sondern durch die Einbindung in Ihre Betriebsorganisation: feste Schichtübergaben mit Ihrem Personal, Koordination der Fremdfirmen, abgestimmte Meldewege und Stammpersonal, das Ihr Werk kennt. Nach einer kostenlosen Begehung liegt Ihr Angebot binnen 24 Stunden vor.

  • Stammpersonal statt wechselnder Kräfte – wer die Örtlichkeit kennt, bemerkt Abweichungen
  • Feste Schichtübergabe mit Ihrem Personal, dokumentiert und nachvollziehbar
  • Abgestimmte Meldewege zu Haustechnik, Sicherheitsfachkraft, Brandschutzbeauftragtem und Werkfeuerwehr
  • Über 100 Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK) und mehr als 25 Mitarbeiter mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK) bayernweit für uns im Einsatz
  • Bewachungshaftpflicht über die Allianz: 3 Mio. € je Schadenfall
Werkschutzkraft kontrolliert die Zufahrt zu einem Industriegelände

Kurz beantwortet

Was Werkschutz von einer reinen Bewachung unterscheidet

Werkschutz ist die Sicherheitsorganisation eines Betriebs, ausgeführt von einem externen Dienstleister. Die Kraft steht nicht neben Ihren Abläufen, sondern in ihnen: Sie übernimmt die Schicht von Ihrem Personal und übergibt sie wieder, meldet an festgelegte Stellen im Haus, schleust Fremdfirmen ein und aus und wirkt an Ihren Betriebs- und Alarmanweisungen mit. Objektschutz sichert ein Grundstück. Werkschutz trägt einen Teil Ihrer betrieblichen Ordnung mit.

Gebraucht wird er, sobald Sicherheit bei Ihnen ein eigener Ablauf ist – wenn also mehrere Stellen regelmäßig etwas voneinander wissen müssen: Produktion, Haustechnik, Sicherheitsfachkraft, Brandschutzbeauftragter, bei größeren Werken die Werkfeuerwehr. Diese Kette braucht ein Glied, das rund um die Uhr besetzt ist. Genau dieses Glied besetzen wir – mit Stammpersonal, weil nur wer den Betrieb kennt, eine Abweichung als Abweichung erkennt.

Rufen Sie an; die Nummer ist rund um die Uhr besetzt, auch am Wochenende und an Feiertagen. Wir sehen uns Ihr Werk an und legen binnen 24 Stunden ein schriftliches Angebot vor. Die Begehung kostet nichts.

Leistungen

In welchen Ausprägungen Werkschutz bestellt wird

Kaum ein Werk bestellt alles auf einmal. Üblich ist ein Kern, der wächst, sobald der erste Winter die Lücken gezeigt hat.

Werkschutzkraft auf einem Betriebsgelände mit Fuhrpark

Werkschutz im durchgehenden Schichtbetrieb

Die vollständige Form: rund um die Uhr besetzt, mit eigener Schichtfolge, die auf Ihre Produktionsschichten gelegt wird. Jede Schicht beginnt mit einer Übernahme und endet mit einer Übergabe – gegenüber Ihrem Personal, nicht nur gegenüber der eigenen Ablösung.

Werkschutz in den Randzeiten

Besetzung ab Ende der Verwaltungszeit bis zum Anlauf der Frühschicht sowie an Wochenenden. Der Betrieb bleibt tagsüber in Ihrer Hand; unsere Kräfte übernehmen die Stunden, in denen niemand mehr da ist, der Zuständigkeiten kennt.

Werkpforte als Teil des Werkschutzes

An der Pforte wird Werkschutz sichtbar: Anmeldung, Ausweise, Lieferverkehr, Waage, Schranke. Als Werkschutz geführt, ist sie zugleich Meldestelle für alles, was auf dem Gelände auffällt – ausführlich unter Pförtnerdienst.

Fremdfirmenkoordination

An- und Abmeldung, Unterweisungsnachweis, zeitlich begrenzte Berechtigung, Kontrolle der vereinbarten Arbeitsbereiche und die Feststellung am Abend, ob wirklich alle das Gelände verlassen haben. In Werken mit vielen Gewerken ist das die Aufgabe mit dem größten Nutzen je Stunde.

Mitwirkung an der Alarm- und Notfallorganisation

Ihre Alarmordnung schreiben wir nicht – die Verantwortung bleibt bei Ihnen. Wir bringen ein, was aus Sicht der besetzten Stelle fehlt: Wer ist nachts erreichbar, wo hängt der Schlüssel für die Feuerwehrzufahrt, wer entscheidet über eine Räumung.

Abgrenzung

Werkschutz, Objektschutz, Pforte, Revier – wo die Grenze verläuft

In Ausschreibungen stehen diese Begriffe oft nebeneinander, als wären sie austauschbar. Sie sind es nicht, und der Unterschied verändert das Angebot erheblich.

Werkschutz gegen Objektschutz
Objektschutz erfüllt einen Auftrag am Objekt: anwesend sein, kontrollieren, melden, im Ereignisfall verständigen. Er endet an der Grundstücksgrenze und braucht von Ihrem Betrieb nur die Dienstanweisung. Werkschutz braucht mehr: Er ist auf laufenden Austausch angewiesen, weil er Entscheidungen mitträgt, die andere Stellen im Haus treffen.
Werkschutz gegen Pförtnerdienst
Der Pförtnerdienst ist eine Position, der Werkschutz eine Funktion. Eine Werkpforte kann als reiner Pförtnerdienst ausgeschrieben sein – dann prüft sie Ausweise und führt das Wachbuch. Als Teil des Werkschutzes wird dieselbe Pforte zur Meldestelle des Werks und damit zur Anlaufstelle auch für Dinge, die mit Zutritt nichts zu tun haben.
Werkschutz gegen Empfangsdienst
Der Empfangsdienst arbeitet nach außen: empfangen, Auskunft geben, repräsentieren. Werkschutz arbeitet nach innen; sein Gegenüber ist Ihre eigene Organisation. In Verwaltungsgebäuden fällt beides zusammen, im Produktionswerk selten.
Werkschutz gegen Revier- und Streifendienst
Der Revierdienst bedient viele Objekte in einer Tour und ist deshalb je Objekt günstig, aber nie zuständig. Er meldet, was er sieht, kann aber keine Übergabe an Ihre Frühschicht leisten. Wo das anfällt, ist er die falsche Bestellung – auch wenn er im Preisvergleich gewinnt.
Werkschutz gegen Werkfeuerwehr
Die Werkfeuerwehr ist eine behördlich anerkannte oder betrieblich eingerichtete Einheit mit eigener Ausrüstung und eigenem Auftrag im Brand- und Gefahrenfall. Werkschutz ist Bewachung nach § 34a GewO. Wo beides besteht, teilen sich die Aufgaben: Wir melden, sichern, halten Wege frei und weisen ein; die Brandbekämpfung selbst gehört uns nicht.

Einbindung

Die vier Berührungspunkte zu Ihrer Organisation

Hier entscheidet sich, ob Werkschutz trägt. Jeder dieser Punkte lässt sich vor Vertragsschluss festlegen – und wird bei uns festgelegt.

Schichtübergabe und Zutrittstechnik an einer Werkpforte

Schichtübergabe mit Ihrem Personal

Die Übergabe läuft nicht nur zwischen unseren Kräften, sondern über die Grenze der Unternehmen hinweg: Was hat die Spätschicht offengelassen, welche Anlage läuft ungewöhnlich, welcher Bereich ist gesperrt, wer ist noch im Haus. Ohne festen Übergabepunkt und ein Blatt, auf dem das steht, geht diese Information verloren – regelmäßig genau die, auf die es später ankommt.

Meldewege, die vorher benannt sind

Für jede Feststellung ist hinterlegt, wohin sie geht: Haustechnik bei technischen Störungen, Sicherheitsfachkraft bei Arbeitssicherheitsmängeln, Brandschutzbeauftragter bei blockierten Fluchtwegen oder abgeklebten Meldern, Produktionsleitung bei allem, was den Ablauf stoppt. Und zu jeder Meldung gehört die Angabe, ob sie sofort geht oder bis zum Morgen wartet.

Mitwirkung an Betriebs- und Alarmanweisungen

Anweisungen, die ohne die besetzte Stelle geschrieben wurden, enthalten fast immer eine Lücke: eine Rufnummer, die nachts niemand abnimmt, oder eine Zuständigkeit, die es am Wochenende nicht gibt. Wir lesen Ihre Anweisungen aus dieser Perspektive gegen und melden zurück, was in der Nacht nicht funktionieren wird.

Fremdfirmen als Dauerthema

Fremdfirmenpersonal wechselt kurzfristig, arbeitet außerhalb der Regelzeiten und kennt Ihre Hausregeln nicht. Praktikabel ist ein Ablauf mit vier festen Schritten: Voranmeldung durch den beauftragenden Bereich, Unterweisung und befristeter Ausweis an der Pforte, Kontrolle im vereinbarten Bereich, dokumentierte Abmeldung. Damit steht am Abend fest, ob das Gelände leer ist. Was dabei auffiel, geht am Morgen als Auszug an die Stelle, die es abstellen kann.

Schnittstelle

Werkschutz und Werkfeuerwehr: der Punkt, an dem die Zuständigkeit übergeht

Wo beide bestehen, entstehen in der Praxis die meisten Reibungsverluste – fast nie im Ereignis selbst, sondern in den Minuten davor und danach.

Vor dem Ereignis: zwei Meldewege, die sich nicht kreuzen dürfen

Eine Auslösung erreicht oft beide Stellen gleichzeitig. Festzulegen ist deshalb, wer die Erstmeldung bewertet. Geschieht das doppelt, rücken zwei Einheiten aus und keine hält die Zufahrt frei; geschieht es gar nicht, wartet jeder auf den anderen.

Im Ereignis: der Übergabesatz

Der Übergang ist ein einziger Moment und sollte einen festen Wortlaut haben: Lage, Ort, betroffene Personen, bereits Veranlasstes. Ab diesem Satz führt die Feuerwehr; unsere Kraft öffnet Tore, sichert die Zufahrt und beobachtet den Sammelplatz.

Wo unsere Aufgabe endet

Brandbekämpfung, Atemschutz und der Gang in einen brennenden Bereich sind Feuerwehraufgaben und keine Bewachungsaufgaben – eine Grenze der Qualifikation und der Versicherung. Wer im Angebot etwas anderes andeutet, verkauft eine Erwartung, die im Ernstfall enttäuscht wird.

Nach dem Ereignis: die Rückgabe

Auch der Rückweg braucht einen Punkt: Wann gilt der Bereich als freigegeben, wer öffnet ihn wieder, wer bleibt als Brandsicherheitswache stehen. Dauert die Nachbeobachtung länger, geht sie in eine Brandwache über – als eigene, beauftragte Leistung mit eigenem Nachweis.

Werke ohne eigene Werkfeuerwehr

Die Mehrheit der Betriebe hat keine. Dann ist unsere Kraft für die anrückende öffentliche Feuerwehr die einzige ortskundige Person – sie öffnet Tore, führt zur Einsatzstelle und weiß, wo Feuerwehrplan, Schlüsseldepot und Absperrarmaturen liegen.

Wirtschaftlichkeit

Ab welcher Betriebsgröße sich Werkschutz gegenüber Objektschutz rechnet

Die ehrliche Antwort lautet: nicht ab einer Mitarbeiterzahl, sondern ab einer bestimmten Menge an Schnittstellen. Diese fünf Merkmale entscheiden.

  • Mehr als eine Schicht. Solange nur tagsüber gearbeitet wird, genügt meist Objektschutz für die Nacht. Sobald zwei oder drei Schichten laufen, entstehen Übergaben – und damit die Aufgabe, die Objektschutz nicht leisten kann.
  • Ständiger Fremdfirmenverkehr. Kommen mehrmals wöchentlich Handwerker, Monteure oder Reinigungsfirmen, ist die Koordination allein bereits ein voller Aufgabenblock. Ein Kontrollgang um zwei Uhr nachts hilft dabei nicht.
  • Eine benannte Sicherheitsorganisation im Haus. Sobald es Sicherheitsfachkraft, Brandschutzbeauftragten und einen Ersthelferplan gibt, existiert eine Kette, die eine besetzte Stelle braucht. Ohne sie bleibt die Kette nachts unterbrochen.
  • Gefahrstoffe, Anlagen oder sensible Bereiche. Wo Genehmigungsauflagen, Gefahrstofflager oder unterbrechungskritische Anlagen vorhanden sind, muss die anwesende Person wissen, was sie im Zweifel nicht tut. Diese Kenntnis entsteht nur bei fester Besetzung.
  • Die Gegenrechnung. Werkschutz kostet mehr Stunden als Objektschutz. Er spart aber die Zeit, die Ihre eigenen Leute heute für Fremdfirmen, Schlüssel und nächtliche Rückfragen aufwenden. Übersteigt diese verstreute Zeit die zusätzlichen Schichtstunden, rechnet er sich.

Objektarten

Für welche Betriebe Werkschutz die passende Form ist

Nicht jede Branche braucht dieselbe Ausprägung – was im Vordergrund steht, unterscheidet sich deutlich.

Blick über ein umzäuntes Werksgelände mit Hallen und Zufahrt
  • Industrie und Werksgelände. Die ursprüngliche Form: Schichtbetrieb, Werkpforte, Waage, Gefahrstoffbereiche, Instandhaltung am Wochenende. Der Nutzen liegt darin, dass eine Stelle rund um die Uhr weiß, wer auf dem Gelände ist und welche Anlage gerade außer Betrieb genommen wurde.
  • Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Nachts ersetzt Werkschutz einen Teil der Verwaltung: Zutritt außerhalb der Besuchszeiten, Störmeldungen, Begleitung des Rettungsdienstes, Deeskalation an der Aufnahme. Das Haus schließt nie – die Zuständigkeit muss lückenlos weiterlaufen.
  • Hotellerie und Tagungsbetrieb. Werkschutzähnliche Aufgaben entstehen im Nachtdienst: Haustechnik, Schlüssel, Anlieferung, Veranstaltungsflächen nach Ende. Entscheidend ist die Übergabe an die Frühschicht der Rezeption.
  • Verwaltung und Büro. In größeren Verwaltungsgebäuden mit mehreren Nutzern übernimmt der Werkschutz die Ordnung im Haus: Berechtigungen, Schließung der Etagen, Kontrolle der Technikräume, Abstimmung mit dem Facility Management. Näheres zur organisatorischen Seite steht unter Zutrittskontrolle.
  • Handel und Logistik. Am Verteilzentrum zählen Torsteuerung, Fahrerabfertigung, Plombenkontrolle und die Frage, wer sich außerhalb der Ladezone bewegt – eng an Ihren Warenfluss gebunden und deshalb ohne Einbindung nicht zu leisten.
  • Bau und Projektgelände im laufenden Betrieb. Wird auf einem Werksgelände gebaut, treffen zwei Organisationen aufeinander, die sich nicht kennen. Werkschutz hält die Trennung: Baustellenzufahrt, Ausweise für Bauhandwerker, Kontrolle der Absperrungen, Meldung bei zugestelltem Fluchtweg.

Entscheidungshilfe

Betriebliche Anforderung und passende Form

Links steht, was in Ihrem Betrieb tatsächlich anfällt. Rechts, wie die Leistung heißt, die dazu passt.

Was bei Ihnen anfälltPassende FormÜbliche Besetzung
Ein leeres Gebäude soll nachts gesichert seinObjektschutzKontrollgänge statt Dauerposten
Sicherheit muss in die Schichtfolge eingebunden seinWerkschutzFeste Stammbesetzung
Fremdfirmen arbeiten wöchentlich auf dem GeländeWerkschutz mit FremdfirmenkoordinationTagschicht plus Randzeiten
Nachts fehlt eine Stelle, die Störungen annimmtWerkschutz in den RandzeitenAb Verwaltungsschluss bis Frühschicht
Das Tor soll besetzt und Lieferverkehr geregelt seinWerkpforteNach Betriebszeiten des Verkehrs
Es gibt eine Werkfeuerwehr, aber keine besetzte MeldestelleWerkschutz als MeldestelleDurchgehend
Die Alarmanweisung ist veraltetMitwirkung an der AlarmorganisationEinmalig plus laufende Pflege
Morgens aufsperren, abends zusperrenÖffnungs- und SchließdienstFeste Zeiten
Nach Auslösung fährt niemand hinAlarmverfolgungBereitschaft, max. 20 Minuten Anfahrt
Mehrere Standorte, gleiche AnforderungWerkschutz im RahmenvertragJe Standort abgestimmt

Kosten

Wovon der Preis abhängt

Stundensätze ohne Kenntnis des Werks sagen nichts. Diese sechs Größen bestimmen das Angebot.

  • Zahl der zu besetzenden Stunden. Eine durchgehende Besetzung braucht rechnerisch mehr als vier Vollzeitstellen, inklusive Urlaub und Krankheit. Eine Besetzung nur in den Randzeiten liegt in einer völlig anderen Größenordnung.
  • Lage der Schichten. Nacht, Wochenende und Feiertage sind zuschlagspflichtig. Wer eine Schichtgrenze um eine Stunde verschieben kann, verändert die Kalkulation oft spürbar, ohne an Sicherheit zu verlieren.
  • Umfang der Zusatzaufgaben. Waage, Telefonzentrale, Schlüsselausgabe, Erstbedienung der Gebäudeleittechnik oder die Fremdfirmenverwaltung erhöhen den Anspruch an die Kraft. Was dazugehört, legen wir vor dem Angebot fest, nicht während der Laufzeit.
  • Geforderte Qualifikation. Für Werkschutz auf dem eigenen Betriebsgelände genügt die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wer die Sachkundeprüfung pauschal ausschreibt, obwohl die Tätigkeit sie nicht verlangt, zahlt mehr ohne Sicherheitsgewinn.
  • Einarbeitungsaufwand. Stammpersonal muss eingearbeitet werden – das ist einmaliger Aufwand, der sich nur bei längerer Laufzeit verteilt. Kurze Verträge machen Werkschutz je Stunde teurer, nicht billiger.
  • Zahl der Standorte. Mehrere Werke unter einem Rahmenvertrag lassen sich gemeinsam planen: eine Dienstanweisungssystematik, ein Vertretungspool, eine Ansprechperson. Das senkt den Aufwand je Standort.

Ablauf

Von der Anfrage bis zur ersten Schicht

  1. Telefonat Sie beschreiben Gelände, Schichtmodell und die Stellen, mit denen der Werkschutz zusammenarbeiten soll. Wir sagen im Gespräch, ob Werkschutz oder eine kleinere Form ausreicht. Die Nummer ist rund um die Uhr besetzt.
  2. Kostenlose Begehung mit Ihren Fachstellen Wir gehen das Gelände ab und sprechen dabei mit Haustechnik, Sicherheitsfachkraft und – falls vorhanden – der Werkfeuerwehr. Dabei sehen wir Zufahrten, Tore, Schlüsseldepots, Meldetechnik und die Wege, die eine Schicht tatsächlich läuft.
  3. Angebot binnen 24 Stunden Schriftlich, mit Schichtplan, Besetzungsstunden, Zuschlägen, Zusatzaufgaben und Einarbeitungsphase. Was nicht enthalten ist, steht ausdrücklich dabei – damit später keine Nachforderung überrascht.
  4. Werkschutzdienstanweisung abstimmen Vor der ersten Schicht wird schriftlich festgehalten, welche Aufgaben unsere Kräfte übernehmen, welche ausdrücklich nicht, an wen sie in welcher Lage melden und wer nachts Entscheidungen trifft. Ohne diese Anweisung fangen wir nicht an.
  5. Einarbeitung und Dienstbeginn Die Stammbesetzung wird über mehrere Schichten am Objekt eingearbeitet, zunächst begleitet. Danach beginnt der Regeldienst mit benannter Ansprechperson und einer Rufnummer, die nachts dieselbe ist wie tagsüber.

Arbeitsweise

Wie wir arbeiten

Das sind die Punkte, die Sie vor Vertragsschluss überprüfen können – und die im Betrieb den Unterschied ausmachen.

  • Einweisung am Objekt, nicht am Telefon. Jede Kraft läuft die Wege, öffnet die Türen und sieht die Technik, bevor sie zum ersten Mal allein Dienst tut. Das gilt für die Stammbesetzung wie für jede Vertretung.
  • Schriftliche Dienstanweisung als Grundlage. Sie gibt den Rahmen vor, wir formulieren ihn mit Ihnen aus. Darin steht auch, was unsere Kräfte ausdrücklich nicht tun – das schützt beide Seiten, wenn es einmal eng wird.
  • Vertretung ist eingeplant. Zu einer festen Besetzung gehört ein fester Vertretungskreis, der dasselbe Werk kennt. Urlaub und Krankheit dürfen nicht dazu führen, dass eine fremde Kraft ohne Ortskenntnis auf der Schicht steht.
  • Eine benannte Ansprechperson. Sie erhalten einen festen Ansprechpartner aus unserem Haus und eine Rufnummer, die auch außerhalb der Bürozeiten besetzt ist. Für Werkschutzaufträge kommt eine regelmäßige Besprechung dazu, in der Feststellungen ausgewertet werden.
  • Dokumentation, die weiterverwendet wird. Jede Schicht endet mit einem Eintrag: Beginn und Ende, Rundgänge mit Uhrzeit, Feststellungen, Übergaben, ausgegebene Schlüssel. Bei besonderen Vorkommnissen kommt eine gesonderte Meldung mit Zeit, Ort, Beteiligten und Verlauf dazu.
  • Absicherung über die Bewachungshaftpflicht. Unsere Bewachungshaftpflicht bei der Allianz deckt 3 Millionen Euro je Schadenfall für Personen- und Sachschäden, dazu je 250.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und für Vermögensschäden. Den Nachweis legen wir auf Anfrage vor.

Qualifikation

Welche Qualifikation Werkschutz verlangt

Das Bewachungsgewerbe kennt zwei Stufen. Welche für Ihr Werk die richtige ist, ist keine Frage des Anspruchs, sondern des Einsatzortes.

Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK)
Die mehrtägige Unterrichtung bei der IHK, abgeschlossen mit einer Bescheinigung, ist die Mindestvoraussetzung für jede Bewachungstätigkeit. Für Werkschutz und Kontrollgänge auf dem eigenen Betriebsgelände sowie für Empfangs- und Pförtnerdienst in einem Betriebsgebäude ist sie die zutreffende Stufe.
Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK)
Die höhere Stufe mit schriftlicher und mündlicher Prüfung. Vorgeschrieben ist sie unter anderem für die Leitung von Bewachungen in Aufnahmeeinrichtungen und bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen, für Türdienste im Gastgewerbe, für den Schutz vor Ladendieben und für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr – für Gewerbetreibende und Leitungspersonal, soweit unmittelbar mit Bewachung befasst.
Die Konsequenz für ein Werksgelände
Ein umzäuntes Betriebsgelände ist kein öffentlicher Verkehrsraum, deshalb verlangt Werkschutz dort in aller Regel keine Sachkundeprüfung. Anders liegt es bei tatsächlich öffentlich zugänglichen Bereichen – einem Werksverkauf etwa. Was Ihr Fall verlangt, sagen wir im Erstgespräch.
Personalstand und Register
Über 100 Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK) und mehr als 25 Mitarbeiter mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK) bayernweit für uns im Einsatz. Jede eingesetzte Person ist im Bewacherregister erfasst und behördlich auf Zuverlässigkeit geprüft. Der Inhaber befindet sich in der Ausbildung zum Geprüften Meister für Schutz und Sicherheit.

Einsatzgebiet

Wo wir Werkschutz stellen

Werkschutz braucht kurze Wege, weil Vertretung kurzfristig funktionieren muss. Deshalb planen wir aus dem nächstgelegenen unserer drei Standorte.

  • Zentrale Höslwang, Landkreis Rosenheim. Obergebertsham 2, 83129 Höslwang, 0151 74 390 315. Von hier besetzen wir Werke im Landkreis Rosenheim und rund um den Chiemsee.
  • Niederlassung Traunstein. Cuno-Niggl-Straße 3, 83278 Traunstein, 0175 6688884. Zuständig für den Landkreis Traunstein, das Chemiedreieck sowie Mühldorf am Inn und Altötting.
  • Geschäftsstelle München. Tal 44, 80331 München, rund um die Uhr unter 0800 247 365 55. Von hier laufen München, der Landkreis München, Starnberg, Ebersberg und Miesbach.
  • Ortsseiten für den Chiemgau. Für zwölf Orte beschreiben wir gesondert, welche Objektarten dort vorkommen: die zwölf Ortsseiten. Außerhalb davon arbeiten wir ebenso, mit dem jeweils nächsten Standort als Ausgangspunkt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Werkschutz

Was ist der Unterschied zwischen Werkschutz und Objektschutz?
Die Einbindung, nicht das Auftreten. Objektschutz sichert ein abgegrenztes Objekt durch Anwesenheit, Kontrollgänge und Meldung und kommt mit einer Dienstanweisung aus. Werkschutz ist Teil Ihrer Betriebsorganisation: Er übernimmt und übergibt Schichten gegenüber Ihrem Personal, koordiniert Fremdfirmen und meldet an festgelegte Stellen im Haus. Deshalb setzt Werkschutz Stammpersonal voraus, Objektschutz nicht zwingend.
Warum besteht BSG24 beim Werkschutz auf Stammpersonal?
Weil nur wer die Örtlichkeit kennt, Abweichungen überhaupt bemerkt. Ein geöffnetes Ventil, ein Fahrzeug am falschen Tor oder eine Halle, in der um drei Uhr Licht brennt, fällt nur jemandem auf, der weiß, wie es normalerweise aussieht. Eine wechselnde Besetzung kann Runden gehen und Türen prüfen, aber sie kann diesen Vergleich nicht ziehen.
Ab welcher Betriebsgröße lohnt sich Werkschutz?
Nicht ab einer Mitarbeiterzahl, sondern ab einer bestimmten Zahl von Schnittstellen. Sobald mehrere Schichten laufen, regelmäßig Fremdfirmen im Haus sind und es eine benannte Sicherheitsorganisation gibt, entstehen Aufgaben, die reine Kontrollgänge nicht abdecken. Die Gegenrechnung lautet: Übersteigt die verstreute Zeit Ihrer eigenen Leute für Schlüssel, Fremdfirmen und nächtliche Rückfragen die zusätzlichen Schichtstunden, rechnet sich Werkschutz.
Wie greifen Werkschutz und Werkfeuerwehr ineinander?
Über einen vorher festgelegten Übergabepunkt. Wir nehmen die Meldung auf, bewerten sie im vereinbarten Rahmen, sichern und melden. Mit der Übergabe an die Werkfeuerwehr – Lage, Ort, betroffene Personen, bereits Veranlasstes – führt diese, und unsere Kraft wechselt in die unterstützende Rolle: Tore öffnen, Zufahrt freihalten, Sammelplatz beobachten. Brandbekämpfung selbst gehört nicht zu unserer Aufgabe.
Übernehmen Sie Werkschutz auch nur in den Randzeiten?
Ja, das ist sogar die häufigere Bestellung. Der Betrieb bleibt tagsüber in Ihrer Hand, unsere Kräfte übernehmen ab Verwaltungsschluss bis zum Anlauf der Frühschicht sowie das Wochenende. Wichtig sind dann zwei saubere Übergabepunkte am Abend und am Morgen, damit offene Vorgänge nicht in der Lücke zwischen zwei Organisationen verschwinden.
Wie regeln Sie Fremdfirmen auf dem Werksgelände?
Über vier feste Schritte: Voranmeldung durch den beauftragenden Bereich, Unterweisung und befristeter Ausweis an der Pforte, Kontrolle im vereinbarten Arbeitsbereich, dokumentierte Abmeldung beim Verlassen. Damit steht am Abend fest, ob das Gelände leer ist. In Werken mit vielen Gewerken ist das erfahrungsgemäß die Aufgabe mit dem größten Nutzen je eingesetzter Stunde.
Schreiben Sie unsere Alarm- und Betriebsanweisungen?
Nein, die Verantwortung dafür bleibt bei Ihnen. Wir wirken mit: Wir lesen die vorhandenen Anweisungen aus Sicht der nachts besetzten Stelle gegen und melden zurück, was nicht funktionieren wird – eine Rufnummer, die niemand abnimmt, oder eine Zuständigkeit, die am Wochenende nicht existiert. Die Entscheidung über den Inhalt treffen Sie.
Welche Qualifikation brauchen Werkschutzkräfte?
Für Werkschutz und Kontrollgänge auf dem eigenen Betriebsgelände genügt die Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK. Die Sachkundeprüfung ist unter anderem für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, für Türdienste im Gastgewerbe und für den Schutz vor Ladendieben vorgeschrieben. Ein umzäuntes Werksgelände ist kein öffentlicher Verkehrsraum – wer die Prüfung dennoch pauschal fordert, verteuert die Leistung ohne Sicherheitsgewinn.
Was kostet Werkschutz?
Den Preis bestimmen sechs Größen: Zahl der zu besetzenden Stunden, Lage der Schichten, Umfang der Zusatzaufgaben wie Waage oder Telefonzentrale, geforderte Qualifikation, Einarbeitungsaufwand und Zahl der Standorte. Eine durchgehende Besetzung braucht rechnerisch mehr als vier Vollzeitstellen. Nach der kostenlosen Begehung erhalten Sie binnen 24 Stunden ein schriftliches Angebot, in dem auch steht, was nicht enthalten ist.
Wie lange dauert es, bis eine Werkschutzbesetzung steht?
Länger als bei jeder anderen unserer Leistungen, und das ist beabsichtigt. Die Stammbesetzung wird über mehrere Schichten begleitet eingearbeitet, bevor sie allein Dienst tut, und vorher wird die Werkschutzdienstanweisung mit Ihren Fachstellen abgestimmt. Rufen Sie an – wir nennen im Gespräch einen belastbaren Termin, statt einen zuzusagen, den wir nicht halten.

Nächster Schritt

Begehung vereinbaren

Zeigen Sie uns Ihr Gelände während einer laufenden Schicht – dort wird sichtbar, wo Zuständigkeiten heute abreißen. Die Begehung kostet nichts, das Angebot liegt binnen 24 Stunden vor.

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