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Öffnungs- und Schließdienst · bayernweit

Schließdienst

Morgens aufsperren, abends zusperren, dazwischen niemand – für Häuser mit wechselnden Arbeitszeiten ist das die einfachste Absicherung überhaupt und zugleich die, die am seltensten bestellt wird. Wir öffnen und schließen nach festem Prüfkatalog und führen Ihr Schlüsselverzeichnis. Angebot binnen 24 Stunden nach kostenloser Begehung.

  • Fester Prüfkatalog: was geprüft wird und in welcher Reihenfolge, steht vorher fest
  • Geführtes Schlüsselverzeichnis mit Ausgabe, Rücknahme und geregeltem Verlustfall
  • Für jede Feststellung ist vorab festgelegt, wer verständigt wird und wer wartet
  • Über 100 Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK) und mehr als 25 Mitarbeiter mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK) bayernweit für uns im Einsatz
  • Bewachungshaftpflicht über die Allianz: 3 Mio. € je Schadenfall
Mitarbeiter verschließt am Abend den Nebeneingang eines Gebäudes

Kurz beantwortet

Wofür ein Schließdienst gut ist – und warum ihn kaum jemand bestellt

Der Schließdienst öffnet Ihr Haus am Morgen und schließt es am Abend – dazwischen liegt ein kurzer Prüfrundgang: Fenster, Tore, Nebenausgänge, Brandschutztüren, Beleuchtung, danach das Schärfen der Anlage. Bestellt wird er selten, weil er unspektakulär klingt. Dabei verhindert er genau die Schäden, die im Nachhinein am ärgerlichsten sind: das gekippte Fenster im Erdgeschoss, die Tür, die nur ins Schloss gezogen war, der Raum, in dem noch jemand saß.

Gebraucht wird er überall dort, wo die Arbeitszeiten wechseln. Wenn abends mal der Hausmeister, mal eine Lehrkraft, mal die Reinigung als Letzte geht, ist niemand wirklich zuständig – und jeder nimmt an, ein anderer habe geprüft. Ein bestellter Schließdienst beendet diese Annahme: Eine benannte Kraft geht denselben Weg in derselben Reihenfolge und quittiert, was sie vorgefunden hat.

Wir sind rund um die Uhr telefonisch erreichbar, auch am Wochenende und an Feiertagen. Bei der kostenlosen Begehung nehmen wir den Rundweg einmal gemeinsam ab, danach erhalten Sie binnen 24 Stunden ein schriftliches Angebot.

Leistungen

Die Ausprägungen des Öffnungs- und Schließdienstes

Die meisten Häuser brauchen nur eine oder zwei davon. Welche, zeigt sich meist beim ersten Rundgang.

Kontrolle einer verschlossenen Eingangstür am Abend

Öffnungsdienst am Morgen

Aufschließen zur vereinbarten Zeit, Anlage unscharf schalten, Beleuchtung und Zugänge herrichten, Sichtprüfung auf Einbruchspuren und Schäden der Nacht. Findet sich etwas, wird gemeldet, bevor die ersten Beschäftigten im Haus sind.

Schließdienst am Abend

Rundgang nach Prüfkatalog, Verschluss aller Zugänge, Schärfen der Einbruchmeldeanlage, Eintrag im Schließbuch. Bei Häusern mit Nachtabsenkung gehört dazu, dass Heizung, Lüftung oder Rolltore in den vereinbarten Zustand gebracht werden.

Beides aus einer Hand

Die häufigste Bestellung: dieselbe Kraft am Morgen und am Abend. Der Vorteil liegt nicht im Preis, sondern darin, dass jemand den Vergleich zwischen gestern Abend und heute Morgen ziehen kann – der Kern jeder Schadenfeststellung.

Schlüsselverwaltung und Schlüsseldepot

Wir führen das Verzeichnis, geben Schlüssel und Transponder aus, nehmen sie zurück und dokumentieren jede Bewegung. Auf Wunsch hinterlegen wir einen Notschlüssel gesichert, damit im Ereignisfall nicht erst jemand geweckt werden muss.

Sonderöffnung auf Abruf

Wenn außerhalb der Regelzeiten geöffnet werden muss – Handwerker, Lieferung, Veranstaltung, Wartungsfenster – kommt eine Kraft, öffnet, bleibt für die vereinbarte Dauer oder schließt danach wieder ab. Berechnet wird das je Einsatz, nicht als Dauerleistung.

Abgrenzung

Schließdienst, Kontrollgang, Pforte, Intervention

Vier Leistungen, die im Angebot ähnlich aussehen und völlig unterschiedliche Dinge leisten. Der Unterschied liegt im Anlass.

Schließdienst gegen Objektschutz
Der Schließdienst ist an eine Uhrzeit gebunden und an einen Zustandswechsel: offen wird zu. Objektschutz ist an eine Zeitspanne gebunden – das Objekt bleibt über Stunden beobachtet. Wer nur die Übergänge absichern will, zahlt für Objektschutz zu viel; wer nachts Präsenz braucht, bekommt vom Schließdienst zu wenig.
Schließdienst gegen Kontrollgang im Revier
Der Kontrollgang kommt zu wechselnden Zeiten, gerade weil er unvorhersehbar sein soll. Der Schließdienst kommt pünktlich, weil sich Ihr Haus darauf einstellt. Beides schließt sich nicht aus: Abends schließen und danach ein bis zwei Anfahrten in der Nacht ist eine gängige Kombination.
Schließdienst gegen Pförtnerdienst
Der Pförtnerdienst besetzt eine Stelle über Stunden und entscheidet über Zutritt. Der Schließdienst besetzt nichts, er stellt einen Zustand her. Deshalb ist er die deutlich günstigere Leistung – und für Häuser ohne Publikumsverkehr in der Randzeit meist die passende.
Schließdienst gegen Alarmverfolgung
Die Alarmverfolgung reagiert, nachdem etwas passiert ist. Der Schließdienst wirkt davor: Eine geschärfte Anlage und ein verschlossenes Fenster erzeugen keinen Einsatz. Häuser, die beides bestellen, haben dieselbe Kraft für den Abend und für die Nacht – das verkürzt im Ereignisfall die Wege.
Schließdienst gegen Hausmeisterleistung
Ein Hausmeister schließt nebenbei; das ist keine Kritik, sondern eine Frage der Aufgabenmenge. Fällt er aus, fällt das Schließen mit aus. Ein beauftragter Schließdienst hat eine eingeplante Vertretung, einen schriftlichen Prüfkatalog und eine Haftpflicht, die für diesen Fall gilt.

Prüfkatalog

Was beim Schließen geprüft wird – und in welcher Reihenfolge

Die Reihenfolge ist kein Formalismus. Sie verhindert, dass jemand hinter der bereits verschlossenen Tür zurückbleibt.

Kontrollrundgang durch ein Gebäude nach Dienstschluss

Erst die Menschen, dann die Technik

Der Rundgang beginnt in den Räumen, in denen noch jemand sein kann: Besprechungsräume, Werkstatt, Labor, Umkleiden, Sanitärbereiche, Keller. Erst wenn feststeht, dass das Haus leer ist, wird verschlossen. Diese Reihenfolge umzudrehen ist der häufigste Fehler beim Schließen.

Von innen nach außen, Etage für Etage

Danach wird geschossweise gearbeitet, immer in derselben Richtung: Fenster und Oberlichter, Innentüren zu Technik- und Serverräumen, Nebentreppenhäuser, zuletzt die Ausgänge. Wer die Richtung jeden Abend wechselt, übersieht statistisch zuverlässig dieselben Räume.

Brandschutztüren gehören eigens geprüft

Sie sind der Punkt, an dem Sicherheit und Brandschutz sich widersprechen können. Geprüft wird, ob sie frei schließen, ob nichts untergeklemmt ist und ob Feststellanlagen ausgelöst haben. Verschlossen werden sie nicht – ein Fluchtweg bleibt ein Fluchtweg.

Beleuchtung, Geräte, Wasser

Brennendes Licht, laufende Maschinen, Kaffeemaschinen, offene Fenster über Heizkörpern, tropfende Armaturen: Das sind keine Sicherheitsthemen im engeren Sinn, aber sie stehen in unserem Katalog, weil sie nachts die häufigsten Schadenursachen sind.

Zum Schluss Verschluss und Schärfung

Ausgänge verschließen, Tore und Schranken in den Nachtzustand bringen, Einbruchmeldeanlage schärfen und die Rückmeldung abwarten. Meldet die Anlage nicht scharf, endet der Dienst nicht – dann beginnt die Fehlersuche nach vereinbartem Ablauf.

Feststellungen

Was passiert, wenn etwas nicht stimmt

Der Prüfkatalog beschreibt, was geprüft wird. Genauso wichtig ist, was auf eine Feststellung folgt – und das wird vorher vereinbart, nicht abends um acht entschieden.

Ein Fenster steht offen

Es wird geschlossen, sofern es ohne Eingriff in fremde Arbeitsbereiche möglich ist, und im Schließbuch vermerkt – mit Raum und Uhrzeit. Wiederholt sich dasselbe Fenster, geht die Feststellung als Hinweis an Ihre Hausleitung, weil dann eine Gewohnheit dahintersteckt und kein Zufall.

Irgendwo brennt Licht

Licht wird ausgeschaltet, außer in Räumen, die als dauerhaft beleuchtet gekennzeichnet sind. Was ausdrücklich nicht angerührt wird, legen Sie vorher fest: laufende Versuche, Kühlgeräte, Serverschränke, Anlagen mit Nachlauf.

Es ist noch jemand im Haus

Die Person wird angesprochen, nicht hinausbegleitet. Vereinbart wird, ob sie bleiben darf und dann selbst schließt, oder ob unsere Kraft wartet und danach abschließt. Beides ist möglich, nur die Unklarheit ist teuer: Sie führt dazu, dass die Anlage nicht geschärft wird.

Ein Serverraum ist nicht verschlossen

Hier gilt der umgekehrte Weg: nicht selbst schließen, sondern melden. Ein Technikraum kann aus gutem Grund offen sein, und die Kraft weiß nicht, welcher Vorgang gerade läuft. Der Raum wird gesichert beobachtet oder die zuständige Person verständigt – nach der Regel, die im Meldeplan steht.

Einbruchspuren oder ein Schaden

Dann endet der Schließdienst und es beginnt ein anderer Ablauf: Nichts verändern, Polizei oder die von Ihnen benannte Stelle verständigen, das Objekt bis zum Eintreffen im Blick behalten. Bleibt eine Tür beschädigt, kann die Kraft im Rahmen der vereinbarten Standzeit vor Ort bleiben.

Schlüssel

Schlüsselverzeichnis, Übergabe und der Verlustfall

Überlassene Schlüssel sind der heikelste Teil dieser Leistung. Deshalb ist er bei uns der am genauesten geregelte.

Schlüssel und Transponder werden übergeben und im Verzeichnis erfasst
  • Das Verzeichnis. Erfasst werden Schlüsselnummer, Schließbereich, Empfänger, Ausgabedatum und Rückgabe. Jede Bewegung wird quittiert. Ohne dieses Verzeichnis lässt sich nach einem Verlust nicht sagen, welche Türen betroffen sind – und genau das ist die Frage, die dann zählt.
  • Die Übergabe. Schlüssel werden persönlich übergeben und persönlich zurückgenommen, nie im Briefkasten hinterlegt. Für den laufenden Dienst wird festgelegt, ob die Kraft den Schlüssel behält oder ihn nach jeder Schicht in ein gesichertes Depot zurückführt.
  • Der Verlustfall. Gemeldet wird sofort, nicht am nächsten Werktag. Was folgt, steht vorher im Vertrag: Sperrung betroffener Berechtigungen, Prüfung, ob die Anlage weiter sicher ist, und die Frage des Schließanlagenaustauschs. Diese Kosten sind der Grund, warum überlassene Schlüssel eine Vertragsfrage sind.
  • Die Haftungsfrage. Für das Abhandenkommen bewachter Sachen deckt unsere Bewachungshaftpflicht bei der Allianz 250.000 Euro. Ob und in welchem Umfang ein Schließanlagenschaden darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab – deshalb sprechen wir das vor Vertragsschluss an und nicht danach.
  • Berechtigungen, die niemand entzieht. Der stille Standardfehler: Eine Firma ist seit zwei Jahren nicht mehr im Haus, ihr Schlüssel steht aber noch im Verzeichnis. Wir gleichen den Bestand in vereinbarten Abständen ab und melden, was nicht mehr passt.

Objektarten

Für welche Häuser der Schließdienst gemacht ist

Gemeinsam ist ihnen ein Merkmal: Sie sind abends leer, aber niemand hat die feste Aufgabe, das zu prüfen.

  • Schulen, Bildungshäuser und Vereinsheime. Unterricht, Nachmittagsbetreuung, Abendkurse, Sport und Vereinsleben laufen bis spät und mit ständig wechselnden Personen. Der Schließdienst ist hier oft die einzige Stelle, die den Zustand des Hauses überhaupt kennt.
  • Verwaltung und Bürogebäude. Gleitzeit sorgt dafür, dass der Letzte nie derselbe ist. Dazu Besprechungsräume, Teeküchen und Technikräume auf mehreren Etagen – Punkte, die im Prüfkatalog stehen, weil sie sonst niemand ansieht.
  • Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen. In Praxen und Ärztehäusern zählen Medikamentenschränke, Akten und Nebeneingänge. In Kliniken betrifft der Schließdienst nicht das ganze Haus, sondern die Bereiche, die abends schließen: Verwaltung, Ambulanzen, Therapiebereiche, Technikzugänge.
  • Werkstätten, Handwerk und Industrie. Hallentore, Nebenausgänge, Werkzeuglager, Druckluft und Absauganlagen. Auf Werksgeländen ist der Schließdienst häufig die Vorstufe zum Werkschutz – die kleinste Form, mit der ein Betrieb anfängt.
  • Handel und Logistik. Nach Ladenschluss oder nach der letzten Anlieferung: Kassenbereich, Lagerzugänge, Rampentore, Rolltore in Nachtstellung. Bei mehreren Filialen in einer Stadt lässt sich das als Tour planen.
  • Hotellerie, Tagung und Baustellen im Bestand. Nach Veranstaltungsende: Saal, Nebenräume, Terrassentüren, Technik. Auf Baustellen im laufenden Betrieb kommt der Bauzugang dazu, der abends wieder von der genutzten Fläche getrennt sein muss.

Entscheidungshilfe

Ausgangslage und passende Form

Links die Lage, wie sie in Häusern tatsächlich beschrieben wird. Rechts, was dazu bestellt wird.

Ihre AusgangslagePassende FormÜbliche Taktung
Abends geht jeden Tag jemand anderes als LetzterSchließdienst mit PrüfkatalogTäglich zur festen Zeit
Morgens soll offen sein, bevor die Ersten kommenÖffnungsdienstWerktags, feste Uhrzeit
Beides, mit Vergleich zwischen Abend und MorgenÖffnungs- und SchließdienstZweimal täglich
Schlüssel liegen verstreut, niemand führt BuchSchlüsselverwaltung mit VerzeichnisLaufend, mit Bestandsabgleich
Ein Notschlüssel soll erreichbar seinGesichertes SchlüsseldepotDauerhaft hinterlegt
Handwerker müssen außerhalb der Zeiten hineinSonderöffnung auf AbrufJe Einsatz
Nach dem Schließen soll nachts jemand vorbeisehenSchließdienst plus KontrollgangEin bis zwei Anfahrten
Die Anlage meldet nach dem Schließen eine StörungAlarmverfolgungBereitschaft, max. 20 Minuten Anfahrt
Das Haus soll auch tagsüber besetzt seinPförtner- oder EmpfangsdienstNach Öffnungszeiten
Mehrere Objekte im selben OrtSchließdienst als TourEine Anfahrt, mehrere Adressen

Kosten

Wovon der Preis abhängt

Der Schließdienst ist die günstigste unserer Leistungen – wie günstig, entscheiden diese sechs Punkte.

  • Dauer je Vorgang. Ein Rundgang durch ein Erdgeschoss dauert Minuten, ein vierstöckiges Haus mit Keller und Nebengebäude deutlich länger. Kalkuliert wird die tatsächliche Zeit am Objekt, nicht der Vorgang pauschal.
  • Anzahl der Zugänge und Prüfpunkte. Jede zusätzliche Nebentür, jedes Rolltor und jedes zu prüfende Fenster verlängert den Weg. Bei der Begehung zählen wir das durch, damit im Angebot eine Zeit steht, die auch im Winter hält.
  • Uhrzeit. Ein Schließen um 18 Uhr ist etwas anderes als eines um 23 Uhr. Nacht, Wochenende und Feiertage sind zuschlagspflichtig – wer eine halbe Stunde früher schließen kann, spart sichtbar.
  • Tage je Woche. Fünf Werktage, sieben Tage oder nur an Tagen mit Abendbetrieb: Das ist der größte Hebel überhaupt, und er wird oft übersehen, weil pauschal die ganze Woche ausgeschrieben wird.
  • Anfahrt und Bündelung. Ein einzelnes Objekt trägt die Anfahrt allein. Mehrere Adressen im selben Ort lassen sich zu einer Tour verbinden, wenn die Zeitfenster dafür etwas Spielraum haben.
  • Sonderöffnungen. Öffnungen außerhalb der Regelzeiten werden je Einsatz berechnet. Wie viele im Jahr anfallen, schätzen wir gemeinsam – so steht die Größenordnung im Angebot und nicht in der Jahresabrechnung.

Ablauf

Von der Anfrage bis zum ersten Schließen

  1. Telefonat Sie nennen Objekt, gewünschte Zeiten und die Frage, ob Schlüssel überlassen werden sollen. Wir sagen im Gespräch, was sinnvoll ist – auch dann, wenn ein Kontrollgang die passendere Leistung wäre.
  2. Kostenlose Begehung zur Schließzeit Wir gehen den Rundweg einmal so ab, wie er später täglich laufen soll, und stoppen die Zeit. Dabei entsteht die Liste der Prüfpunkte samt Reihenfolge – Grundlage für Angebot und Dienstanweisung.
  3. Angebot binnen 24 Stunden Schriftlich, mit Zeit je Vorgang, Tagen, Zuschlägen, Sätzen für Sonderöffnungen und der Regelung zu überlassenen Schlüsseln. Was nicht enthalten ist, steht ausdrücklich dabei.
  4. Prüfkatalog und Schlüsselübergabe Der Katalog wird schriftlich festgehalten, ebenso die Meldeliste: Wer wird bei welcher Feststellung verständigt, und was wartet bis zum Morgen. Die Schlüssel werden persönlich übergeben und ins Verzeichnis aufgenommen.
  5. Einweisung und erster Dienst Die eingeteilte Kraft geht den Weg vorher gemeinsam mit Ihnen ab. Ab dem ersten Dienst quittiert sie jeden Vorgang; Sie erhalten den Nachweis in der vereinbarten Form.

Arbeitsweise

Wie wir arbeiten

Beim Schließdienst entscheidet die Verlässlichkeit, nicht die Ausrüstung. Diese sechs Punkte machen sie überprüfbar.

  • Der Weg wird vorher gemeinsam gegangen. Jede Kraft läuft den Rundgang einmal mit einer Person aus Ihrem Haus ab, bevor sie ihn allein übernimmt – auch jede Vertretung. Ein Plan auf Papier ersetzt das nicht.
  • Schriftlicher Prüfkatalog statt Ermessen. Was geprüft wird, in welcher Reihenfolge und was ausdrücklich nicht angerührt wird, steht fest. Damit ist auch geklärt, wofür wir einstehen und wofür nicht.
  • Vertretung ist eingeplant. Ein Schließdienst, der bei Krankheit ausfällt, ist wertlos, weil das Haus dann offen bleibt. Deshalb gehört zu jedem Auftrag ein benannter Vertretungskreis, der dasselbe Objekt kennt.
  • Eine benannte Ansprechperson. Sie haben einen festen Ansprechpartner und eine Rufnummer, die auch abends und am Wochenende besetzt ist. Bei einer Feststellung ruft die Kraft nicht irgendwo an, sondern bei der Person, die im Meldeplan steht.
  • Nachweis je Vorgang. Jedes Öffnen und Schließen wird mit Uhrzeit quittiert, jede Feststellung mit Ort und Zeit festgehalten. Auf Wunsch erhalten Sie eine monatliche Übersicht – die Grundlage, um wiederkehrende Ursachen abzustellen.
  • Absicherung über die Bewachungshaftpflicht. Unsere Bewachungshaftpflicht bei der Allianz umfasst 3 Millionen Euro je Schadenfall für Personen- und Sachschäden sowie je 250.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und für Vermögensschäden. Den Nachweis legen wir auf Anfrage vor.

Qualifikation

Welche Qualifikation ein Schließdienst verlangt

Auch das Aufsperren eines Gebäudes ist Bewachungstätigkeit. Was dafür gesetzlich gefordert ist, ist klar geregelt.

Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK)
Mindestvoraussetzung für jede Bewachungstätigkeit, erworben in einer mehrtägigen Unterrichtung bei der IHK mit abschließender Bescheinigung. Für Öffnungs- und Schließdienst sowie Kontrollgänge auf dem Betriebsgelände des Auftraggebers ist sie die zutreffende Stufe.
Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK)
Höhere Stufe mit schriftlicher und mündlicher IHK-Prüfung. Sie ist unter anderem beim Schutz vor Ladendieben, bei Türdiensten im Gastgewerbe, bei Kontrollgängen im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr sowie für die Leitung von Bewachungen in Aufnahmeeinrichtungen und bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen vorgeschrieben – ebenso für Gewerbetreibende und Leitungspersonal, soweit unmittelbar mit Bewachung befasst.
Was daraus für Ihr Haus folgt
Ein Schließdienst bewegt sich in Ihrem Hausrechtsbereich ohne öffentlichen Verkehr. Die Sachkundeprüfung dafür auszuschreiben verteuert die Leistung, ohne dass ein Fenster dadurch besser geschlossen würde. Wo sie tatsächlich gebraucht wird, sagen wir es Ihnen – etwa wenn zusätzlich Bereiche mit Publikumsverkehr kontrolliert werden sollen.
Personalstand und Register
Über 100 Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach § 34a GewO (IHK) und mehr als 25 Mitarbeiter mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK) bayernweit für uns im Einsatz. Jede eingesetzte Person ist im Bewacherregister erfasst und behördlich auf Zuverlässigkeit geprüft – das gilt gerade bei überlassenen Schlüsseln ohne Ausnahme.

Einsatzgebiet

Wo wir öffnen und schließen

Diese Leistung lebt von der Anfahrt: Je kürzer der Weg, desto günstiger der Vorgang. Deshalb planen wir vom nächstgelegenen Standort aus.

  • Zentrale Höslwang. Obergebertsham 2, 83129 Höslwang, 0151 74 390 315 – für den Landkreis Rosenheim, den Chiemsee-Raum und den westlichen Chiemgau.
  • Niederlassung Traunstein. Cuno-Niggl-Straße 3, 83278 Traunstein, 0175 6688884 – für den Landkreis Traunstein, Mühldorf am Inn und Altötting.
  • Geschäftsstelle München. Tal 44, 80331 München, rund um die Uhr unter 0800 247 365 55 – für München, den Landkreis München, Starnberg, Ebersberg und Miesbach.
  • Touren statt Einzelfahrten. Liegen mehrere Ihrer Objekte nah beieinander, verbinden wir sie zu einer Tour. Welche Orte im Chiemgau wir regelmäßig anfahren, steht auf den zwölf Ortsseiten.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Schließdienst

Was gehört zu einem Schließdienst dazu?
Aufschließen zur vereinbarten Zeit, Rundgang nach festem Prüfkatalog, Verschluss aller Zugänge und Schärfen der Einbruchmeldeanlage, dazu der Eintrag im Schließbuch. Geprüft werden Fenster, Tore, Nebenausgänge, Brandschutztüren, Beleuchtung und Räume, in denen noch jemand sein kann. Auf Wunsch übernehmen wir zusätzlich die Schlüsselverwaltung mit geführtem Verzeichnis.
In welcher Reihenfolge wird beim Schließen geprüft?
Zuerst die Räume, in denen sich noch jemand aufhalten kann – Besprechungsräume, Werkstatt, Umkleiden, Keller. Erst wenn feststeht, dass das Haus leer ist, wird geschossweise gearbeitet: Fenster, Innentüren zu Technikräumen, Nebentreppenhäuser, zuletzt die Ausgänge. Am Ende stehen Verschluss und Schärfung der Anlage mit abgewarteter Rückmeldung.
Was macht Ihre Kraft, wenn abends noch jemand im Haus ist?
Sie spricht die Person an und handelt nach der vorher getroffenen Vereinbarung. Zwei Regelungen sind üblich: Die Person bleibt und schließt selbst ab, oder unsere Kraft wartet und schließt danach. Ungeregelt bleibt sonst das Wesentliche offen – nämlich ob die Einbruchmeldeanlage an diesem Abend überhaupt geschärft wird.
Schließen Sie auch einen offen stehenden Serverraum ab?
Nein, dort wird gemeldet statt gehandelt. Ein Technikraum kann aus gutem Grund offen stehen, und unsere Kraft weiß nicht, welcher Vorgang gerade läuft. Deshalb steht im Meldeplan, wer in diesem Fall verständigt wird. Für alle anderen Räume gilt der umgekehrte Weg: schließen und im Schließbuch vermerken.
Wie führen Sie das Schlüsselverzeichnis?
Mit Schlüsselnummer, Schließbereich, Empfänger, Ausgabedatum und Rückgabe; jede Bewegung wird quittiert. Übergaben erfolgen persönlich, nie über einen Briefkasten. In vereinbarten Abständen gleichen wir den Bestand ab und melden Berechtigungen, die niemand mehr braucht – der häufigste stille Fehler in gewachsenen Schließanlagen.
Wer haftet, wenn ein überlassener Schlüssel verloren geht?
Das regeln wir vor Vertragsschluss und nicht im Schadensfall. Gemeldet wird sofort; danach folgen Sperrung betroffener Berechtigungen, Prüfung der Anlagensicherheit und die Frage eines Austauschs. Unsere Bewachungshaftpflicht bei der Allianz deckt 250.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen; wie weit ein Schließanlagenschaden darunterfällt, hängt vom Einzelfall ab.
Ist ein Schließdienst nicht dasselbe wie ein Kontrollgang?
Nein. Der Kontrollgang kommt zu wechselnden Zeiten, weil er unvorhersehbar sein soll; der Schließdienst kommt pünktlich, weil sich das Haus darauf einstellt. Der eine beobachtet über eine Zeitspanne, der andere stellt einen Zustand her. Häufig werden beide kombiniert: abends schließen, danach ein bis zwei Anfahrten in der Nacht.
Können Sie auch außerhalb der festen Zeiten aufsperren?
Ja, als Sonderöffnung auf Abruf – etwa für Handwerker, eine Lieferung, eine Veranstaltung oder ein Wartungsfenster. Eine Kraft öffnet, bleibt für die vereinbarte Dauer oder schließt anschließend wieder ab. Abgerechnet wird je Einsatz. Wie viele Sonderöffnungen im Jahr zu erwarten sind, schätzen wir vor dem Angebot gemeinsam.
Was kostet ein Schließdienst?
Den Preis bestimmen Dauer je Vorgang, Anzahl der Zugänge und Prüfpunkte, Uhrzeit, Tage je Woche, Anfahrt sowie die Zahl der Sonderöffnungen. Der größte Hebel liegt bei den Tagen: Nicht jedes Haus braucht sieben. Nach der kostenlosen Begehung, bei der wir den Rundweg abgehen und die Zeit stoppen, erhalten Sie binnen 24 Stunden ein schriftliches Angebot.
Welche Qualifikation brauchen die Kräfte für einen Schließdienst?
Die Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK genügt, weil der Dienst im Hausrechtsbereich ohne öffentlichen Verkehr stattfindet. Die Sachkundeprüfung ist unter anderem für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, für Türdienste im Gastgewerbe und für den Schutz vor Ladendieben vorgeschrieben. Jede eingesetzte Person ist im Bewacherregister erfasst und behördlich zuverlässigkeitsgeprüft.

Nächster Schritt

Rundgang gemeinsam abgehen

Gehen Sie den Schließweg einmal mit uns ab – meist zeigt sich dabei, dass zwei oder drei Punkte bisher niemand geprüft hat. Die Begehung kostet nichts, das Angebot liegt binnen 24 Stunden vor.

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