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Veranstaltungssicherheit · Bayern

Veranstaltungssicherheit Bayern

Die meisten Veranstaltungen scheitern nicht an fehlendem Personal, sondern an einem Konzept, das die Behörde nicht abnimmt – oder an Ordnern, die zwar da sind, aber nicht wissen, was sie tun sollen. Wir schreiben das Konzept, stimmen es mit dem Ordnungsamt ab und stellen die Leute, die es umsetzen.

  • Sicherheitskonzepte nach Versammlungsstättenverordnung, abgestimmt mit Ordnungsamt und Feuerwehr
  • Ordner nach § 34a GewO unterrichtet, Führungskräfte mit Sachkundeprüfung
  • Von 50 Gästen bis zur Großveranstaltung mit fünfstelliger Besucherzahl
  • Frühzeitige Personalbindung – wir sagen ehrlich, wenn ein Termin knapp wird
Sicherheitspersonal der BSG24 im Einsatz bei einer Veranstaltung in Bayern

Rechtsrahmen

Wann Sie Sicherheitspersonal brauchen – und warum die Antwort keine Zahl ist

Eine feste Kopfzahl je Besucher schreibt in Bayern kein Gesetz vor. Maßgeblich sind die Versammlungsstättenverordnung und das, was die Behörde im Einzelfall verlangt.

  • Ab 200 Besuchern wird es formell. Versammlungsstätten mit mehr als 200 Besuchern fallen unter die Versammlungsstättenverordnung. Spätestens dann fragt das Ordnungsamt nach einem Sicherheitskonzept mit benannter Personalstärke und Verantwortlichem.
  • Der Betreiber trägt die Verantwortung. Nicht der Dienstleister, sondern der Veranstalter haftet. Ein Konzept, das nur auf dem Papier existiert, hilft im Schadensfall nicht – es muss zum tatsächlichen Ablauf passen.
  • Die Auflagen kommen von mehreren Stellen. Ordnungsamt, Feuerwehr, Rettungsdienst, teils Polizei. Wer erst zwei Wochen vorher anfängt, bekommt Auflagen, die sich nicht mehr umsetzen lassen.
  • Ausschank verschärft alles. Alkohol verändert das Verhalten der Gäste und damit die nötige Personalstärke, die Einlasskontrolle und den Jugendschutz. Das ist der häufigste Punkt, an dem nachgesteuert werden muss.
  • Jugendschutz wird kontrolliert. Bei Ausschank prüfen Behörden inzwischen regelmäßig, ob Alterskontrollen tatsächlich stattfinden. Wer das dem Zapfhahn überlässt, hat ein Problem – die Kontrolle gehört an den Einlass.

Leistungen

Was wir übernehmen

Ordnungskraft mit Funkgerät bei einer Veranstaltung in Bayern

Sicherheitskonzept

Flächenplan, Besucherströme, Flucht- und Rettungswege, Personalstärke, Alarmierungsketten, Räumungsplanung. In der Form, die Ihr Ordnungsamt erwartet.

Einlass und Akkreditierung

Ticketkontrolle, Bändchenausgabe, Jugendschutz, Gästelisten. Freundlich am Eingang – das prägt die Stimmung des ganzen Abends.

Ordnerdienst und Crowd Management

Präsenz in der Fläche, Lenkung an Engstellen, frühes Erkennen von Drucksituationen vor der Bühne, Deeskalation.

Taschen- und Einlasskontrolle

Nach abgestimmtem Katalog, zügig und rechtssicher. Wir schulen vorher, was kontrolliert werden darf und was nicht.

Kassen- und Wertsicherung

Abendkasse, Bonverkauf, Geldtransport zum Tresor. Der unauffälligste Teil des Abends und der, an dem am häufigsten etwas verschwindet.

Brandsicherheitswache

Wenn die Auflagen es verlangen – abgestimmt mit der örtlichen Feuerwehr. Siehe Brandwache.

Nachtbewachung

Zwischen Auf- und Abbau bleibt Technik und Ware auf dem Gelände. Bewachung über Nacht verhindert den Schaden, der sonst am Morgen auffällt.

Rettungsschwimmer

Für Seefeste, Badeveranstaltungen und Hotelpools. Siehe Rettungsschwimmer.

Anlässe

Womit wir es in Bayern typischerweise zu tun haben

Sicherheitspersonal bei einer Abendveranstaltung
  • Volksfeste. Vom Rosenheimer Herbstfest bis zum Dorffest. Zeltbetrieb, Ausschank, Einlass in Wellen, Abgang in der Nacht – jede Phase hat ihre eigene Personalkurve.
  • Messen und Kongresse. Messe München, Kongresszentren, Ausstellungen. Standbewachung, Auf- und Abbauphasen, Besucherlenkung, Nachtdienst in den Hallen.
  • Konzerte und Kulturveranstaltungen. Bühnenbereich, Vorbühne, Backstage, Künstlerbetreuung. Bei Stehplatzveranstaltungen ist der Blick auf die vorderen Reihen die wichtigste Aufgabe.
  • Firmenfeiern und Weihnachtsfeiern. Diskrete Präsenz, Gästelistenkontrolle, Taxikoordination am Ende. Im Advent ist Personal knapp – bitte früh anfragen.
  • Seefeste und Regatten. Am Chiemsee, Starnberger See, Tegernsee und Ammersee. Uferzonen, Stege und Wasserflächen brauchen eine eigene Betrachtung.
  • Weihnachtsmärkte. Lange Laufzeit über Wochen, stark wechselnde Besucherdichte, Bewachung der Stände über Nacht. Der Aufwand verlagert sich vom Tag in die Nachtstunden.
  • Sportveranstaltungen. Zuschauertrennung, Kassenbereich, Kabinengang. Bei Wettkämpfen im Freien zusätzlich Streckenposten.
  • Hochzeiten und private Feiern. Zurückhaltend, oft ohne sichtbare Uniform. Häufig geht es um ungebetene Gäste und um den Parkplatz.

Ablauf

Wie wir eine Veranstaltung vorbereiten

1 · Ortstermin

Wir gehen die Fläche mit Ihnen ab: Zugänge, Engstellen, Rettungswege, Ausschank, Bühne, Parkplätze. Ohne diesen Termin ist jedes Konzept geraten.

2 · Konzept und Abstimmung

Wir schreiben das Sicherheitskonzept und stimmen es mit Ordnungsamt und Feuerwehr ab. Auflagen arbeiten wir ein, bevor sie zum Problem werden.

3 · Personalplanung

Personalstärke je Phase, nicht pauschal über den ganzen Tag. Einweisung der Kräfte am Vortag oder am Morgen, mit Lageplan und Funkkonzept.

4 · Nachbereitung

Einsatzbericht mit Vorkommnissen und Empfehlungen für das nächste Mal. Wer jährlich veranstaltet, wird so von Jahr zu Jahr sicherer und günstiger.

Konzept

Was in einem Sicherheitskonzept steht

Damit Sie einschätzen können, ob das, was Ihnen jemand anbietet, vollständig ist.

  • Veranstaltungsbeschreibung. Art, Datum, Zeiten, erwartete Besucherzahl, Altersstruktur, Ausschank. Ohne belastbare Besucherzahl ist alles Weitere Schätzung.
  • Lageplan. Flächen, Zugänge, Bühne, Ausschank, Sanitär, Rettungswege, Aufstellflächen für Rettungsfahrzeuge. Maßstäblich, nicht als Skizze.
  • Besucherströme. Wo kommen Gäste an, wo entstehen Staus, wo drückt es vor der Bühne. Der Teil, den Behörden am genauesten lesen.
  • Personalstärke je Phase. Einlass, Hauptzeit, Abgang – jeweils mit Zahl und Position. Eine Pauschale über den ganzen Tag ist ein Warnzeichen.
  • Alarmierungs- und Meldeketten. Wer informiert wen, mit welchen Nummern, in welcher Reihenfolge. Inklusive Vertretungsregelung.
  • Räumungskonzept. Auslöser, Ansage, Wege, Sammelplätze, Zuständige. Auch wenn es nie gebraucht wird – ohne diesen Teil nimmt die Behörde das Konzept nicht ab.
  • Zusammenarbeit mit Rettungsdienst und Feuerwehr. Sanitätswachdienst, Brandsicherheitswache, Zufahrten für Einsatzfahrzeuge. Abgestimmt, nicht nur erwähnt.
  • Verantwortliche mit Namen. Veranstaltungsleitung und Sicherheitsverantwortlicher, jeweils erreichbar. Anonyme Konzepte werden zurückgewiesen.

Erfahrung

Woran Veranstaltungen tatsächlich scheitern

Nicht am fehlenden Sicherheitsdienst – sondern an diesen sechs Dingen, die wir immer wieder sehen.

Die Besucherzahl war geschätzt

Wer 300 plant und 700 bekommt, hat kein Personalproblem, sondern ein Konzeptproblem. Vorverkauf, Vorjahreszahlen und Wetter geben belastbarere Anhaltspunkte als das Bauchgefühl.

Ein Eingang für alle

Der Einlass ist der Engpass, der über den ganzen Abend entscheidet. Zwei getrennte Zugänge – Gäste und Dienstleister – lösen mehr Probleme als zwei zusätzliche Ordner.

Der Ausschank läuft weiter

Wenn um Mitternacht noch ausgeschenkt wird, ist um ein Uhr mehr Personal nötig, nicht weniger. Die meisten Konzepte planen die Personalstärke genau andersherum.

Die Rettungswege sind zugestellt

Am Nachmittag frei, am Abend stehen dort Bierbänke, Kühlwagen und Gäste. Das ist der Punkt, an dem Behörden bei Kontrollen am häufigsten einschreiten.

Niemand ist verantwortlich

Wenn drei Leute glauben, ein anderer entscheidet, entscheidet niemand. Im Konzept steht ein Name mit Telefonnummer, und diese Person ist die ganze Zeit erreichbar.

Die Ordner wurden nicht eingewiesen

Personal, das den Lageplan nicht kennt, ist Statisterie. Eine halbe Stunde Einweisung vor Beginn ist Teil unseres Auftrags, nicht ein Zusatz.

Häufige Fragen

Veranstaltungssicherheit in Bayern

Ab wann braucht man Security bei einer Veranstaltung in Bayern?
Eine gesetzliche Kopfzahl gibt es nicht. Entscheidend ist die Versammlungsstättenverordnung: Bei mehr als 200 Besuchern verlangt die Behörde in der Regel ein Sicherheitskonzept mit benannter Personalstärke und einem Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik beziehungsweise Sicherheit. Unabhängig davon kann das Ordnungsamt auch bei kleineren Veranstaltungen Auflagen machen – etwa bei Ausschank, Zeltbetrieb oder besonderen Zufahrtssituationen.
Was kostet Sicherheitspersonal für eine Veranstaltung?
Ordner liegen üblicherweise bei 28 bis 42 Euro je Stunde, Führungskräfte mit Sachkundeprüfung darüber. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge kommen hinzu, ebenso eine Mindesteinsatzdauer. Ein Sicherheitskonzept berechnen wir separat nach Aufwand. Beispiel: Ein Vereinsfest mit 400 Gästen, sechs Stunden, vier Ordner und ein Einsatzleiter liegt grob im Bereich von 900 bis 1.300 Euro.
Wie viele Ordner brauche ich?
Als grober Anhalt gilt eine Kraft je 100 Besucher, aber das ist nur ein Ausgangspunkt. Ausschank, Stehplätze, mehrere Eingänge, Zeltbetrieb oder eine schwierige Zufahrt erhöhen den Bedarf; ein bestuhlter Saal mit einem Eingang senkt ihn. Die verbindliche Zahl ergibt sich aus dem Konzept und der Abstimmung mit der Behörde.
Wie früh muss ich anfragen?
Für das Konzept sechs bis acht Wochen, für Personal je nach Saison vier bis zwölf. In der Wiesn-Zeit, während der Herbstfest-Wochen und im Advent ist qualifiziertes Personal in ganz Oberbayern knapp – dann entscheidet die Reihenfolge der Anfragen.
Erstellen Sie auch nur das Konzept, ohne Personal?
Ja. Manche Veranstalter haben eigene Ordner aus dem Verein und brauchen nur die Planung und die Abstimmung mit der Behörde. Das machen wir – und schulen auf Wunsch Ihre Leute vorab ein.
Dürfen Ihre Ordner Taschen kontrollieren?
Ja, im Rahmen des Hausrechts, das Sie uns übertragen, und mit dem Einverständnis des Gastes. Wer die Kontrolle verweigert, bekommt keinen Zutritt – durchsuchen dürfen wir niemanden gegen seinen Willen. Den zulässigen Rahmen schulen wir vor jedem Einsatz.
Übernehmen Sie auch die Bewachung über Nacht?
Ja, das ist bei mehrtägigen Veranstaltungen fast immer sinnvoll. Zwischen Abbau und Abtransport steht Technik, Ware und Gastronomiegerät auf dem Gelände – das ist die Phase, in der die meisten Schäden entstehen.
Was passiert, wenn es doch zu einer Auseinandersetzung kommt?
Unsere Kräfte sind auf Deeskalation trainiert: ansprechen, trennen, hinausbegleiten – in dieser Reihenfolge. Körperliche Einwirkung ist das letzte Mittel und bleibt auf das Notwehr- und Hausrecht beschränkt. Jeder Vorfall wird dokumentiert, mit Uhrzeit, Beteiligten und Ablauf. Bei Straftaten rufen wir die Polizei und sichern die Lage, bis sie da ist.

Nächster Schritt

Ortstermin vor der Veranstaltung – kostenlos

Wir gehen die Fläche mit Ihnen ab und sagen Ihnen, was die Behörde verlangen wird, bevor sie es verlangt. Danach wissen Sie, was das Ganze kostet.

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